Donnerstag, 31. März 2016

Schloss Landshut

das dunkle licht
der wasserstrassen
bleibt geheimnisvoll
wie im begegnen
immer etwas bleiben muss
das wie verschlüsselt
hinter eines schattens seite
wandelt und für sich bleiben will
das dunkle licht
der wasserstrassen
löst sich nicht
es trägt am uferrand
ein erstes siedeln
weißer blüten
und im vertrauen
schwingt ein zueinander
das dunkle licht wird bleiben
hingegen werden helle tage kommen
im aufgebäumten herzen blau
und blühend in den weißen sternen



Hermann Josef Schmitz





Mittwoch, 30. März 2016

Zuviel

Mir gibt keine Rose eine Stütze
Ich halte mich fest an Ungereimtheiten
Und sage morgen, ja morgen
Beginnt das Leben
Du fragst mich dann ob ich dich liebe
Ich überlege was Liebe ist und warum
Menschen immer alles so genau
Wissen wollen und denke an all die
Unbeschriebenen leeren Blätter
Die zu füllen wären mit Worten und
Antworten und ob das wirklich
Einen Sinn macht
Auf eins der Blätter schreibe ich dann
Mit großen Buchstaben:

JEDES UNGESAGTE WORT WÄRE

ZUVIEL



Gerhard Rombach


Mehr von Gerhard Rombach liest man hier.




Und der Lieblingsmusiker Wolfgang Niedecken wird heute 65 und ich freue mich sehr auf das Konzert in Köln am 1. Juni :-).





Dienstag, 29. März 2016

Anemonen

jetzt stehlen sie sich nicht mehr weg
wenn mageres licht vom himmel fällt
sie wissen um die hellen tage
die unvermeidbar kommen werden
an denen würde ich am liebsten
mittendrin in ihren städten liegen
die wolken schrieben sich nach tageszeit
in einem leichten regenbuch
dann würde ich am liebsten liegen wollen
und könnte mich von allem lösen
in einer welle die smaragdgrün
im unendlichen verging



Hermann Josef Schmitz




Montag, 28. März 2016

blatt und blüte

noch treibt mir kälte
die grünen flausen
aus dem kopf


doch unter der erde
werden erste worte geübt:
blatt und blüte



Gabriele Pflug


Mehr von Gabriele Pflug lest Ihr im Blog von Wegwarte.

Sonntag, 27. März 2016

Werden Tage kommen

werden tage kommen mit wind im gepäck
sie werden die weite des meeres zu dir tragen
und wie von selbst werden worte kommen
die aus sich selbst wachsen wie salzblüten
werden tage kommen mit den herzschlägen des lichtes
sie werden die unbesiegbarkeit des friedens zu dir tragen
und wie von selbst wird sich heimat einnisten
wird wachsen zu einem sicheren ufer ganz für dich



Hermann Josef Schmitz



Antwortgedicht zu das leere blatt von der mir sehr geschätzten Isabella Kramer.


Und einige lichtvolle Eindrücke von unserem gestrigen Besuch in Bern.